0D8A1658.jpg Pfaffenhofen

Winterkulturweg 2022

Seit zwei Jahren erfüllt noch mehr Kunst die Plätze und Straßen Pfaffenhofens. Dazu gehört auch der Winterkulturweg, ein winterlicher Weg durch die Stadt, der unter freiem Himmel einlädt zum Schauen, Fotografieren, und zum Verweilen. Zu Bestaunen gibt es erneut große farbige Lichtinstallationen, Krippen in unterschiedlichsten Erscheinungsformen, die vorweihnachtliche Ausstellung von Reiner Schlamp "Krippen aus Künstlerhand" in der Städtischen Galerie sowie eine Kunstausstellung mit Werken des in Pfaffenhofen aufgewachsenen Künstlers Christoph Ruckhäberle. Seine Werke wurden vom Neuen Kunstverein Pfaffenhofen zusammengestellt und werden im Rahmen einer Freiluftausstellung gezeigt.

Weihnachtliche Atmosphäre – und das Ganze unter freiem Himmel. Von 24. November bis 8. Januar bietet die Stadt Pfaffenhofen diesen weihnachtlichen Kulturspaziergang durch die Innenstadt mit 31 Stationen zum dritten Mal an.

Teil der Pfaffenhofener Vorweihnacht ist auch Wichtelzeit und Weihnachtszauber, nach zwei Jahren Pause dieses Jahr wieder mit dem beliebten Christkindlmarkt.


Lichtinstallation

Stationen Winterkulturweg

1. Pfaffenhofener Weihnachtskrippe

Elefanten und Menschen, die zur Krippe gehen
© Lukas Sammetinger

Spitalkirche Hl. Geist I Hauptplatz 34

Es ist ein Kulturerbe, das in Form dieser Wechselkrippe alljährlich wieder aufgebaut wird. Die Anfänge der Krippe reichen bis in die Zeit der Franziskanermönche im 18. Jahrhundert zurück, deren Klosterkirche die Spitalkirche war. Im Laufe der Zeit wurden viele Figuren und Ausstattungsgegenstände sowie Kulissen ergänzt, sodass die Krippe aktuell einen Bestand von über 280 Figuren und Zubehörteilen aufweist: zahlreiche Menschen, Tiere, Musikinstrumente, verschiedenste Gebrauchsgegenstände. Seit 2018 kümmert sich der Heimat- und Kulturkreis um den Erhalt und die Restaurierung dieses Bestands. Die bis zu 80 cm großen Figuren werden immer wieder zu neuen Szenen zusammengesetzt, ganz wie es in der Tradition der Stationen- oder Wechselkrippe gepflegt wird. Von der Vorweihnacht und Mariä Verkündigung über Weihnachten, der Anbetung der Heiligen Drei Könige bis hin zur Hochzeit von Kana wird die Krippe vom 26. November bis 18. Februar tatsächlich zwölf Mal umgebaut und illustriert dabei wichtige Szenen aus dem Leben Jesu.

  1. Vorweihnacht I 26. November 2022
  2. Mariä Verkündigung I 3. Dezember 2022
  3. Herbergssuche 1 I 10. Dezember 2022
  4. Herbergssuche 2 I 17. Dezember 2022
  5. Weihnachten I 24. Dezember 2022
  6. Heilige Drei Könige I 6. Januar 2023
  7. Die Flucht I 14. Januar 2023
  8. Der Kindermord I 21. Januar 2023
  9. Präsentation Jesu im Tempel I 28. Januar 2023
  10. Jesus lehrt im Tempel I 04. Februar 2023
  11. Jesus räumt den Tempel I 11. Februar 2023
  12. Die Hochzeit zu Kana I 18. Februar 2023

2. Reiner Schlamp: Krippen aus Künstlerhand

Weihnachtskrippe aus Papier zeigt die Geburt im Stall
© Reiner Schlamp

Städtische Galerie im Haus der Begegnung I Hauptplatz 47

Ein Highlight für sich: Nach zwei Jahren Pause zeigt die Städtische Galerie wieder in der Vorweihnachtsausstellung Krippen aus Künstlerhand. In diesem Jahr mit einer besonderen Auswahl: Die Ausstellung präsentiert gesammelte Krippen aus den vergangenen Jahrzehnten von Reiner Schlamp.

Reiner Schlamp ist einer der bekanntesten und aktivsten Kunstschaffenden Pfaffenhofens. Die Pfaffenhofener kennen ihn nicht nur als ehemaligen Kunstlehrer am Schyren-Gymnasium mit großer Leidenschaft für das Puppenspiel. Er war Gründungsmitglied des Kunstkreises Pfaffenhofen und der Städtischen Galerie, lange Jahre auch Mitglied des Kunstgremiums. Seit seiner frühen Jugend befasst er sich mit Krippen in verschiedenen Formen und Ausführungen – bekannt geworden sind beispielsweise die Papierkrippen. Mit seinen Arbeiten war er schon oft bei Ausstellungen und Krippenwegen vertreten.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der Krippenkunst in vielfältiger Form: Von Zeichnungen zu den Jugendjahren Jesu hin zu unterschiedlichsten Bauformen – von der traditionellen Stallkrippe über Ruinenkrippen bis hin zu Höhlenkrippen, von den unterschiedlichen Ausführungen der Papierkrippe bis hin zur Krippe zum Selbstbemalen.

Öffnungszeiten der Galerie während dieser Ausstellung: Montag - Freitag 13.30 - 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag: 11 - 20 Uhr


3. Orientalische Weihnachtskrippe

Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist I Hauptplatz 44

Diese große Simultankrippe wartet mit zwei unterschiedlichen Szenen auf: „Mariä Verkündigung“ in der Stadt Nazareth und die „Geburt Jesu“ in einer Höhle umgeben von Schafweiden. Als sogenannte Höhlenkrippe gehört sie zu den orientalischen Krippen. Die Figuren stammen aus einer Schnitzwerkstatt in Oberammergau. Ab 1988 gestaltete der damalige Stadtpfarrer Anton Keller mit Hilfe von Peter Daubmeier und Julius Eichengrün die Krippe in liebevoller Kleinstarbeit.


4. Fotopunkt: Weihnachtliches Ensemble mit großem Christbaum

großer beleuchteter Weihnachtsbaum vor dem beleuchteten Haus der Begegnung

Oberer Hauptplatz vor dem Haus der Begegnung

Der imposante Weihnachtsbaum vor dem Haus der Begegnung kombiniert mit der beleuchteten Fassade der Spitalkirche und des Hauses der Begegnung sorgen für Weihnachtsstimmung am oberen Hauptplatz und sind auf jeden Fall einen Besuch wert.



5. Laternenkrippe I Ulrike Jais

Stadt-Apotheke I Hauptplatz 30

Die Laternenkrippe wurde erst heuer erstellt. Die Krippe und die Figuren sind aus Holz gefertigt. Zahlreiche liebevolle Details sind in dieser besonderen Formvariante der traditionellen Weihnachtskrippe zu finden. Die Pfaffenhofenerin Ulrike Jais hat in der Krippenbauschule in Garmisch-Partenkirchen mehrere Krippenbaukurse absolviert; sie zeigt jedes Jahr beim Krippenweg Beispiele ihrer Arbeit.


6. Krippen aus aller Welt I Waltraud Ippi

Buchhandlung WortReich I Auenstraße 4

Im Zentrum der Krippen steht immer die heilige Familie: Maria, Josef und das Jesuskind. Die Szene wird gerne in eine vertraute Umgebung integriert. In der jordanischen Krippe findet man z. B. das in Windeln gewickelte Kind daher in einem Beduinenzelt, umgeben von einem Dromedar statt von Ochs und Esel. Auch bei den Krippen aus anderen Ländern wird die Darstellung an die jeweilige Gegebenheiten angepasst.


7. Paradiesgarten I Adelgunde Weichenrieder

Korb & Papier I Auenstraße 22

Korb & Papier präsentiert auch in diesem Jahr wieder Kunsthandwerk in Form von Klosterarbeiten. Im Zentrum steht ein Paradiesgarten, worunter eine besondere Darstellungsform des Jesuskindes zu verstehen ist. Gefertigt wurden die Arbeiten von Adelgunde Weichenrieder aus Schmidhausen bei Euernbach.


8. Edelstahlkrippe I Josef Tratz

Ringfoto Kassner I Auenstraße 36

Josef Tratz, Mitglied der Krippenfreunde Eichstätt, beschäftigt sich mit modernen Darstellungen der Geburt Christi. Bei dieser Krippe bilden abgekantete Reste aus Edelstahl mit angeschweißten Köpfen aus Edelstahlwasserrohren die Figurengruppe. Die Kronen und Geschenke sowie der Kopf des Jesuskindes sind vergoldet. Der angedeutete Stall besteht aus Plexiglas.


9. Krippe aus Kunststein I E.V. Buh

Eine Welt Laden I Auenstraße 42

Die aus braunem Kunststein gefertigte Künstlerkrippe zeigt das klassische Figurenensemble: Maria und Josef mit Jesuskind und Hirten.


10. Kuppelkrippen I Sabine Ackstaller

Kuppelkrippe aus weißem Keramik
© Sabine Ackstaller

Galerie KuK44 I Auenstraße 44

Die Künstlerin zeigt zwei unterschiedliche Versionen der Kuppelkrippe. Die Variante in Keramik und eine aus Ahorn. Die Grundgestaltung ist aber immer dieselbe: In der kuppelartig aufgebauten Figurengruppe scheint sich etwas zuzutragen, was alle Umstehenden in seinen Bann zieht. Genau wie die einzelnen Figuren verspürt der Betrachter das Verlangen, das unter dieser Kuppel Ver- und Geborgene zu erkunden. Ein einzigartiger, neuer Blick auf das Weihnachtsgeschehen: Die Neu-Interpretation nimmt mit ihrer herzlichen Liebenswürdigkeit den Betrachter ein. Der Humor zeigt sich in vielen kleinen Details, die beim Umrunden der Krippe zu entdecken sind.

Die künstlerische Arbeit von Sabine Ackstaller ist puristisch und sehr klar – mit einer Vorliebe für kräftige Farben und einfache Formen. Sie ist Absolventin der Schnitzschule Berchtesgaden wie auch der Akademie der Bildenden Künste München.


11. Lichtadventskalender

Joseph-Maria-Lutz-Schule I Schulstraße 15

Dieser Adventskalender ist immer wieder ein Hingucker für Jung und Alt: Die Fenster der unter Denkmalschutz stehenden Schule werden von den Schulkindern weihnachtlich geschmückt und beleuchtet.

Der Kalender ist ein Projekt des Elternbeirats der Joseph-Maria-Lutz-Schule. Die Schülerinnen und Schüler gestalten mit Fensterbildern die Fenster der Klassenzimmer.


12. Strohkrippe I Richard Kügel

Schuh Lukas I Schulstraße 3

Diese Krippe wurde aus Stroh hergestellt, das durch Einweichen und Befeuchten in die entsprechende Form zum Austrocknen gebracht wurde.


13. Fotopunkt: Lichttunnel

Ein beleuchteter Bogengang

Ilminsel I Insel 1

Der 15 Meter lange und drei Meter hohe Lichttunnel auf der Ilminsel zog letztes Jahr die Blicke bereits von der Straße aus auf sich. Der von unzähligen Lichterketten illuminierte Weg lädt zum Durchwandeln ein.

Viele Pfaffenhofener nutzten diesen beleuchteten Fotopunkt im letzten Jahr in den Abendstunden für Selfies, Familienfotos, etc.


14. Jesuskind I Franz Peter

Confiserie Dengel I Münchener Straße 15

Jesuskind, handgeschnitzt aus Zirbelkiefer: Die Reduzierung auf das Wesentliche lenkt die Konzentration des Betrachters wieder auf das, was mit der Geburt Jesus verkündet worden ist: „Die Engel lobpreisen Gott und verheißen den Menschen seines Wohlgefallens Frieden auf Erden.“ Viele Schnörkel und Extras sind zwar manchmal schön anzuschauen, lenken aber die Blicke zu sehr ab und lassen das eigentliche Thema des Weihnachtsfestes oft in den Hintergrund treten.

Franz Peter ist Holzbildhauer und seit über 15 Jahren Kursleiter der vhs-Schnitzer. Er war lange Jahre Mitorganisator der Krippenausstellung in der Städtischen Galerie.


15. Orientalische Krippe I Walter Heller

Photoart Hofbauer I Münchener Straße 17

Diese orientalische Krippe wurde 2018 aus Styrodur erstellt und zeigt viel Liebe zum Detail. Walter Heller widmet sich seit über 30 Jahren dem Krippenbau.


16. Künstlerkrippe I Paul Fottner

Fahrschule Fleischmann I Moosburger Straße 6

Der Schnitzkünstler Paul Fottner zeigt hier eine Künstlerkrippe, die mit der Kettensäge aus einem Stück Mooreiche gefertigt wurde. Die Mooreiche ist über 4.500 Jahre alt und lag in einer Tiefe von acht Metern. Dargestellt sind Maria und Josef mit Kind, im Hintergrund ein Engel.


17. Almkrippe I Siegfried Czernatz

Schuhhaus Zirngibl I Hauptplatz 7

Die Krippe und ihr Figurenensemble sind komplett handgeschnitzt. Siegfried Czernatz schnitzt seit den 1970er Jahren und widmet sich mit viel Herzblut diesem Hobby.


18. Fotopunkt: Wichtelwald im Weihnachtsmarkt

Wichtelwald Beleuchtung am unteren Hauptplatz
© Lukas Sammetinger

Unterer Hauptplatz vor dem Rathaus

2022 ist es endlich soweit: Nach zwei Jahren ohne Weihnachtsmarkt findet er endlich wieder in gewohnter Form mitten auf dem Hauptplatz statt. Und mittendrin: das weihnachtliche Ensemble mit Christbaum, Fichtenwald, Schlitten und Wichtelhütte, das bereits im letzten Jahr weihnachtliche Stimmung entfaltete.


19. Minikrippe I Siegfried Einödshofer

Minikrippe aus Holz
© Erich Engl

Schultes Apotheke I Hauptplatz 25

Handgeschnitzte, hölzerne Minikrippe mit den Maßen 15 x 15 x 10 cm. Das Mini-Krippenschnitzen war eines der wichtigsten Hobbies von Siegfried Einödshofer (1928–2014) aus Scheyern.

Diesem Hobby ging er vor allem in den letzten Lebensjahren, trotz erheblich nachlassender Sehkraft, leidenschaftlich nach.

Die Krippe stammt aus den Jahren 2008 bis 2012.


20. Moderne Krippe I Josef Tratz

Secolino I Hauptplatz 27

Diese moderne Krippendarstellung beschränkt sich auf die Geburt Christi im strahlenden Lichterglanz. Das Innenleben einer ausgedienten Zentrifuge mit einer im Zentrum angeordneten vergoldeten Lüftungsabdeckung dient als strahlender Hintergrund der Figurengruppe, die über LED-Bänder beleuchtet wird.


21. Künstlerkrippe I Paul Fottner

Krippe aus einem Stück Holz geschnitzt

Bayerisches Taferl I Hauptplatz 31

Diese Krippe wurde vom Schnitzkünstler Paul Fottner mit der Kettensäge aus einem Stück Lindenstamm gefertigt. Der Stamm war innen morsch und hatte eine besondere Verwachsung, die als Anregung für die Gestaltung diente. Dargestellt sind Maria und Josef mit Kind, die Heiligen Drei Könige und im Hintergrund ein Engel.




22. Tonkrippe

Trend Immobilien I Hauptplatz 41

Das auf den Kern reduzierte, handgetöpferte Ensemble besteht aus Heiliger Familie und Ochs und Esel.


23. Krippen der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden

Geschnitzte Figuren: Heilige Familie, Tiere und Stall
© BFS Berchtesgaden

Foyer Landratsamt I Hauptplatz 22

Sicherlich ein Höhepunkt des Winterkulturwegs und der ausgestellten Krippenschnitzkunst: Die Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden hat der Stadt einige Krippen aus der eigenen Sammlung zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten entstanden im ersten und zweiten Lehrjahr der Absolventen der Fachschule im Zuge des schulinternen Danner-Wettbewerbs.

Die Schnitzer interpretieren das Thema Krippe auf verschiedene und freie Art. Der Übergang von Kunsthandwerk zu Kunst ist fließend und gut zu beobachten. Die Arbeiten spielen mit den Figuren der weihnachtlichen Erzählung und finden neue Wege, das bekannte Szenario darzustellen – sowohl was die Formen als auch die Gesamtkomposition anbelangt.


24. Freilichtausstellung: "Passanten" I Christoph Ruckhäberle

Aufstellungstafeln mit bunten Bildern, im Hintergrund das Rathaus

Oberer Hauptplatz vor dem Landratsamt

Der Neue Pfaffenhofener Kunstverein legt zum dritten Mal eine Wanderausstellung auf und zeigt sie beim Winterkulturweg. Zu sehen sind Motive des in Hettenshausen aufgewachsenen und in Leipzig zu weltweiter Berühmtheit gelangten Künstlers Christoph Ruckhäberle mit dem Titel „Passanten“.

Christoph Ruckhäberle stellt seit Jahrzehnten auf der ganzen Welt aus, zuletzt etwa im Musashino Art University Museum, Tokio. Er ist sowohl als Maler, wie auch als Graphiker, Verleger und Hochschullehrer tätig. In den mehr als dreißig Jahren seiner künstlerischen Arbeit ist es ihm gelungen, eine einzigartige Formsprache zu schaffen, in deren Mittelpunkt der Mensch in allen seinen Erscheinungen steht. Mit seinen Figurenensembles, Masken und Menschen ist Ruckhäberle, was nur den ganz großen Künstlern vergönnt ist: originell, originär, einzigartig und absolut wiedererkennbar.

Die Auswahl der Motive für die Wanderausstellung stammt vom Künstler selbst; sie zeigt Ausschnitte und Motive aus Arbeiten seines bisherigen Gesamtwerkes.


25. Krippen der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden I Heinz Gandré

Künstlerische orientalische Krippe auf einem Podest.
© Lukas Sammetinger

Ehemalige Kleiderkammer I Frauenstraße 16

Die Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden hat der Stadt einige Krippen aus der eigenen Sammlung zur Verfügung gestellt. Die Schnitzer interpretieren das Thema Krippe auf verschiedene und freie Art. Die Arbeiten spielen mit den Figuren der weihnachtlichen Erzählung und finden neue Wege, das bekannte Szenario darzustellen – sowohl was die Formen als auch die Gesamtkomposition anbelangt. An diesem Ausstellungsort sind verschiedenste, geschnitzte Reliefs zu sehen.

Der Pfaffenhofener Krippenbauer Heinz Gandré legt bei seiner orientalischen Krippe Wert auf viele genau gearbeitete Details. Die Krippe ist 2019 in Garmisch in der Krippenschule der Fachschule für Holz und Gestaltung im Rahmen eines Kurses gebaut und seitdem immer wieder erweitert worden.


26. Alpenländische Krippe I Ernst Krammer-Keck

Schulhaus Walter I Frauenstraße 18

Die Krippe orientiert sich mit ihrer rustikalen Bauweise an Hütten, wie man sie vielfach im Alpengebiet, vor allem in Tirol findet. In ihnen können Hirten im eigens angebauten Schafstall ihre Schafe unterstellen bzw. selbst im Haus übernachten. Mit ihren groben Holzbohlen, dem offenen Dachgebälk und speziell dem Schindeldach, für das jede Schindel einzeln geschnitzt wurde, sowie den Steinen zur Beschwerung erinnern diese Krippenställe mit ihren Figuren rund um die Heilige Familie an die Schlichtheit der Volksfrömmigkeit vergangener Zeiten.


27. Krippe Kreuzgang I Tanja Röder

Handgeschnitzte Krippe von Tanja Röder.
© Tanja Röder

Löwenstraße 10

Tanja Röder zeigt eine sehr traditionell gestaltete Krippe mit handgeschnitzten Figuren. Die Holzbilderhauerin aus Pfaffenhofen legt Wert auf handwerkliches Können. Ihre Figuren nehmen die traditionelle Formsprache auf und bringen sie meisterlich auf den Punkt.

Tanja Röder ist ausgebildete Holzbilderhauerin und –meisterin. Mit verschiedenen Preisen geehrt, u. a. beim Danner-Wettbewerb oder mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung, führt sie seit 2007 ein Atelier in Pfaffenhofen. Sie kann auf eine lange Reihe an Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken. Viele ihrer Arbeiten wurden angekauft und befinden sich im öffentlichen Raum im Inund Ausland sowie in privaten Sammlungen.


28. Illustrierte Krippe I Sebastian Schwamm

Illustrierte bunte Krippe in großen Leuchtkästen.
© Sebastian Schwamm

Ecke Schlachthofstraße/Stadtgraben

Der aus Pfaffenhofen stammende Illustrator Sebastian Schwamm trägt hier im Auftrag der Stadt eine ungewöhnliche Arbeit zum Krippenweg bei: Auf großen leuchtenden Kästen interpretiert der Illustrator die klassischen Charaktere der Weihnachtserzählung neu und schafft mit seinem ganz eigenen Stil eine moderne Version der Krippe.

Sebastian Schwamm arbeitet als freiberuflicher Illustrator. Sein Name ist eigener Auskunft nach Programm: er saugt alles auf, was das Leben auf ihn wirft und wringt es auf dem Papier aus. Schwamm, der Kommunikationsdesign an der Fachhochschule München studiert hat, lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Seine Illustrationen und Zeichnungen sind mittlerweile bekannt für ihren skurrilen Witz, den ausufernden Detailwahn und die teils absurden Figuren, mit denen er seine begehrten Illustrationen bestückt.


29. Bretonische Tonkrippe

Friedhofskirche St. Andreas I Altenstadt 2

Diese aus Ton gefertigte Krippe stammt aus der Bretagne. Die Frauen sind mit traditionellen Hauben, Fischen in den Händen, unterm Regenschirm in ihrer Tracht auf dem Weg zum Jesuskind. Sie wurde 2010 von Pfarrer Miorin erworben.


30. Alpenländische Krippe I Ernst Krammer-Keck

Sanitätshaus Rattenhuber I Ingolstädter Straße 12

Wohnhaus, Stall und Tenne unter einem Dach. Der erweiterte Krippenstall mit seinen Figuren rund um die Heilige Familie, erinnert an schlichte Bauernhöfe, wie man sie im Alpenraum, besonders in Tirol findet.

Ernst Krammer-Keck, der während seines Berufslebens bayerische Bücher verlegte, hat sich in seinem Ruhestand auf das Fertigen solcher Krippen konzentriert. Die Krippe hat ein echtes Glasfenster und Schindeln auf dem Dach, die von Steinen beschwert sind und von denen jede einzeln geschnitzt wurde.


Alpenländische Krippe I Isabell Rosenfelder

Fischer Immobilien Service I Ingolstädter Straße 8

Die Krippe stellt einen alpenländischen Bauernhof dar. Die Heilige Familie bildet den Mittelpunkt, daneben ist das bäuerliche Leben mit viel Liebe zum Detail und einer Vielzahl an Haus- und Nutztieren sowie Wildtieren dargestellt. Wer findet die Mäuse und das Wiesel? Die Drei Weisen aus dem Morgenland befinden sich auf dem Weg.

Die Krippe wurde selbst gebaut und ist ca. 24 Jahre alt. Die Figuren sind aus Lindenholz, handbemalt und stammen aus dem Grödnertal (Südtirol).


Baum- und Laternenbeleuchtung

Weihnachtlich beleuchtetes Rathaus

Dieses Jahr erstrahlte der Hauptplatz durch die aufwändige und wunderschöne Beleuchtung der 14 Platanen in ganz besonderem Glanz. Die Lichterketten funkelten und verströmten eine ganz besonders schöne weihnachtliche Stimmung.

Eine weitere ganz besondere Art der Weihnachtsbeleuchtung waren dieses Jahr die beleuchteten Baumkugeln, die entlang der Löwenstraße, der Ingolstädter Straße und der Frauenstraße die Bäume und Straßen in eine besondere Stimmung tauchten. Durch die Ergänzung mit weiteren beleuchteten Laternensternen wurde das weihnachtliche Ambiente in den Straßen rund um den Hauptplatz weiter unterstützt und verstärkt.


Beleuchtete Fassaden

Bunte Gobo-Projektionen an verschiedenen Hauswänden rund um den Hauptplatz sind jedes Jahr eine wunderschöne Unterstützung der heimeligen, weihnachtlichen Atmosphäre. Die Motive wechseln jährlich und finden viel positiven Anklang bei den Bürgern.


Broschüre Winterkulturweg 2022

Der Winterkulturweg 2021 wurde im Rahmen des Aktionsprogramms "Innenstädte beleben" gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Grafik einer Stadt mit Autos und Häusern "INnenstädte beleben"


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